Ethik-Richtlinie für Druckinhalte

Jammifashion
Datum: 07. Juni 2025
Gültig ab: 07. Juni 2025

Jedes Unternehmen entwickelt sich weiter, und mit dem Wachstum wächst auch der Wunsch, die Werte, die uns alle leiten, klar zu definieren. In der Vergangenheit wurden viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus getroffen, immer mit dem Ziel, die kreativen Visionen der Kunden bestmöglich umzusetzen.

Um in Zukunft noch mehr Transparenz und Verlässlichkeit für Kunden und Partner zu schaffen, wurde entschieden, diese Grundsätze nun in einer Ethik-Richtlinie festzuhalten. Sie ist Ausdruck der Professionalisierung und ein klares Bekenntnis zu einer Druckproduktion, die auf Respekt, Vielfalt und Gleichberechtigung basiert.

1. Präambel: Kreativität, Verantwortung und Kontext

Jammifashion verbindet kreativen Textildruck mit sozialer und ethischer Verantwortung. Jedem sollte bewusst sein, dass Humor, Satire, künstlerische Übertreibung und Provokation legitime Mittel des Ausdrucks sind – insbesondere in der Musik- und Unterhaltungsbranche.

Mission ist es, die Visionen von Kunden – von Künstlern bis zu Unternehmen – zu verwirklichen. Gleichzeitig basiert die  Arbeit auf einem unerschütterlichen Fundament von Respekt, Vielfalt und Gleichberechtigung.

Diese Richtlinie schafft einen Rahmen, der künstlerische Freiheit ermöglicht und gleichzeitig klare Grenzen zieht, wo die Würde und Sicherheit von Menschen verletzt werden. Inhalte werden daher immer im jeweiligen Kontext ihrer Zielgruppe und ihrer beabsichtigten Aussage geprüft.

2.  unumstößlichen Grundwerte

Trotz aller Flexibilität gibt es nicht verhandelbare Werte. Jammifashion positioniert sich klar (wie schon immer) als Verbündeter (Ally) für eine offene und tolerante Gesellschaft.

Schutz und Förderung von LGBTQIA+: Wir verpflichten uns, die Rechte und die Würde der queeren Gemeinschaft zu schützen. Jegliche Inhalte, die queerfeindlich sind, werden ausnahmslos abgelehnt.
Prinzip der Gleichberechtigung: Wir tolerieren keinerlei Diskriminierung. Inhalte, die Hass oder Verachtung gegenüber Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Nationalität, ihres Geschlechts, ihrer Religion, einer Behinderung, ihres Alters oder ihrer sexuellen Identität ausdrücken, sind ausgeschlossen.
Absolutes Gewaltverbot: Aufrufe zur Gewalt, die Verherrlichung von Verbrechen oder Terrorismus sowie die Darstellung von realer, brutaler Gewalt werden nicht gedruckt.
Gesetzestreue: Inhalte, die gegen geltendes Recht verstoßen (z.B. Symbole verfassungswidriger Organisationen), sind kategorisch ausgeschlossen.

3. Prüfung von kontextabhängigen Inhalten

Wie alle wissen, sind viele Motive, insbesondere im Party- und Unterhaltungskontext, die mit Klischees spielen oder bewusst anecken. Hier erfolgt eine Prüfung im Einzelfall, die folgende Aspekte berücksichtigt:

Sexuell anzügliche und humorvolle Inhalte:

Erlaubt sind: Humorvolle, überzeichnete oder erotische Darstellungen, die im Rahmen der künstlerischen Freiheit (z.B. für einen Songtext oder ein Künstler-Image) stehen. Doppeldeutigkeiten und Partyslogans sind Teil dieses Kontexts.
Nicht erlaubt sind: Inhalte, die klar pornografisch sind, sexuelle Gewalt andeuten oder Personen (insbesondere Frauen) auf eine herabwürdigende und rein sexistische Weise objektifizieren. Die Grenze ist überschritten, wenn aus Humor oder Anspielung Abwertung wird.

Darstellung von Alkohol- und Partykultur:

Erlaubt sind: Motive, die den Konsum von Alkohol im Rahmen einer Feierkultur thematisieren. Slogans, die sich auf Trinken und Partys beziehen, sind für entsprechendes Merchandise zulässig.
Nicht erlaubt sind: Die Verherrlichung von Sucht, die Darstellung des Konsums harter, illegaler Drogen oder Aufrufe zu gefährlichem Verhalten (z.B. Trinken am Steuer).

4. positives Engagement

Unabhängig von der Flexibilisierung bei bestimmten Themen bleibt das positive Bekenntnis bestehen.

Wir freuen uns besonders über Aufträge mit Motiven, die:

Vielfalt, Inklusion und Lebensfreude feiern.
Botschaften der Gleichberechtigung verbreiten.
Die Sichtbarkeit und Rechte der LGBTQIA+ Community stärken.

5. Umsetzung und Prüfverfahren

Kontextbezogene Prüfung:

Jeder Auftrag wird auf Konformität mit unseren Grundwerten geprüft. Bei Inhalten aus dem Unterhaltungssektor beziehen wir den Kontext des Künstlers, der Zielgruppe und der künstlerischen Absicht in die Bewertung mit ein.

Zweifelsfälle und Kommunikation:

Unser Leitsatz ist: Künstlerische Freiheit ja, Menschenverachtung nein.
Zweifelsfälle werden mit einer neuralen Person besprochen.

Eine eventuelle Ablehnung eines Auftrags erfolgt transparent und wertschätzend. Wir behalten uns das Recht vor, Aufträge, die wir nicht mit unseren Werten vereinbaren können, abzulehnen.